International

Hungerkrisen in Afrika und Nahost "noch lange nicht vorbei"

Millionen Kinder im Südsudan, im Jemen, in Nigeria und Somalia sind UNICEF zufolge weiterhin von Hunger bedroht.

Die Lage in Teilen Afrikas ist verheerend.  SN/APA (AFP)/ASHRAF SHAZLY
Die Lage in Teilen Afrikas ist verheerend.

"Die Krise ist noch lange nicht zu Ende", warnte am Freitag der Nothilfe-Leiter des UNO-Kinderhilfswerks, Manuel Fontaine. "Millionen von Kinderleben hängen noch immer am seidenen Faden."

Man müsse die Hilfe weiterhin verstärken, sonst würden alle Fortschritte rückgängig gemacht. Die Vereinten Nationen hatten am Mittwoch eine seit Februar andauernde Hungersnot in Teilen des Südsudans für beendet erklärt. Die UNO spricht von einer Hungersnot, wenn viele Menschen an Unterernährung gestorben sind.

Im Südsudan, in Nigeria, in Somalia und im Jemen herrschen wegen Dürre und Konflikten weiterhin verheerende Hungerkrisen. In den Ländern sind nach UNO-Angaben rund 20 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Im Nordosten Nigerias, wo die Terrorgruppe Boko Haram rund zwei Millionen Menschen in die Flucht getrieben hat, werden laut UNICEF in diesem Jahr etwa 450.000 Kinder lebensbedrohlich mangelernährt sein.

In Somalia werden demnach in diesem Jahr bis zu 275.000 Kinder akut vom Hungertod bedroht sein, im Bürgerkriegsland Jemen 400.000 Kinder. Im Südsudan, wo ein Bürgerkrieg rund 3,8 Millionen Menschen in die Flucht getrieben hat, erwartet das UN-Flüchtlingshilfswerk in diesem Jahr 276.000 lebensbedrohlich mangelernährte Kinder.

Quelle: Apa/Dpa

Aufgerufen am 11.12.2018 um 09:14 auf https://www.sn.at/panorama/international/hungerkrisen-in-afrika-und-nahost-noch-lange-nicht-vorbei-12976006

Schlagzeilen