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Internationale Schlepperbande in Spanien ausgehoben

Die spanische Polizei hat eine internationale Schlepperbande ausgehoben, die seit Jahren neben afrikanischen Flüchtlingen auch Dutzende Frauen sowie minderjährige Mädchen zur sexuellen Ausbeutung nach Europa geschickt haben soll. Beim zerschlagenen Ring handelte es sich Polizeiangaben zufolge um eine der wichtigsten Schlepperbanden auf der Route Nordafrika-Spanien.

Die ersten Festnahmen seien nach mehrmonatigen Ermittlungen bereits im April 2016 gelungen. Bei mehreren Aktionen seien in Zusammenarbeit mit den marokkanischen Behörden in Spanien und Marokko insgesamt zehn Menschen festgenommen worden, teilte die spanische Polizei am Dienstag mit.

Auch der Bandenchef sei gefasst worden. Der aus Nigeria stammende mutmaßliche Boss habe vom marokkanischen Tanger aus agiert, der Hauptsitz der Bande in Spanien sei im Costa-Blanca-Badeort Torrevieja gewesen.

Die Bande soll mindestens seit 2008 Afrikaner in sehr kleinen Booten unter lebensgefährlichen Bedingungen übers Mittelmeer nach Europa gebracht haben. Vor allem junge Frauen und minderjährige Mädchen aus Nigeria sollen in Spanien "mehr als zwölf Stunden pro Tag" zur Prostitution gezwungen und "wie Sklavinnen" gehalten worden sein. Die Opfer hätten "nur Brot" zu essen bekommen. Die Freier hätten zum Teil nur fünf Euro bezahlt, hieß es. Mindestens 39 Fälle von erzwungener Prostitution seien zweifelsfrei registriert worden.

Quelle: Apa/Dpa

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