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Jugendlicher Kindesmörder im Iran hingerichtet

Ein wegen Vergewaltigung und Mordes an einem 6-jährigen afghanischen Mädchen verurteilter Jugendlicher ist in der iranischen Kleinstadt Rajai Shahr hingerichtet worden. Der zum Tatzeitpunkt noch Minderjährige hatte das Mädchen im März 2016 entführt, missbraucht und dann brutal ermordet.

Sein Todesurteil vom letzten Jahr war vom obersten Gerichtshof bestätigt worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna wurde er am Donnerstag im Gefängnis Rajai Shahr erhängt.

Der Mörder war Iraner, die Eltern des Mädchens Flüchtlinge aus Afghanistan. Sie hatten sich beschwert, die Hinrichtung des Mannes sei wegen ihrer Nationalität immer wieder verschoben worden. Die Justiz wies die Vorwürfe zurück. Da es sich um ein Todesurteil und eine Hinrichtung handelte, müsse die Justiz warten, bis der Täter volljährig sei.

Im Iran wird die Todesstrafe unter anderem wegen Mordes, Vergewaltigung, bewaffneten Raubes und größeren Drogenhandels verhängt. Bei Kindesmissbrauch erfolgen Hinrichtungen besonders schnell. Der Iran steht seit Jahren wegen der vielen Hinrichtungen im Fokus internationaler Kritik.

Quelle: Apa/Dpa

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