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Kalifornien: Eltern, die Kinder gefangen hielten, angeklagt

Das kalifornische Ehepaar, das seine 13 Kinder unter grausamen Bedingungen gefangen gehalten haben soll, ist wegen zahlreicher Vergehen angeklagt worden. Dies teilte die Staatsanwaltschaft im Bezirk Riverside am Donnerstagvormittag (Ortszeit) mit. Das Paar aus der Stadt Perris südlich von Los Angeles wird unter anderem wegen Folter, schwerer Misshandlung und Kindesgefährdung vor Gericht gestellt.

Staatsanwalt Michael Hestrin ist am Wort SN/APA (AFP)/FREDERIC J. BROWN
Staatsanwalt Michael Hestrin ist am Wort

Die Eltern sollten am Nachmittag erstmals vor Gericht erscheinen. Im Falle einer Verurteilung in allen Anklagepunkten drohten den Eltern jeweils 94 Jahre bis lebenslängliche Haft, sagte Staatsanwalt Mike Hestrin. Der 56-jährige Mann und seine 49 Jahre alte Ehefrau waren am Sonntag festgenommen worden. Die Kaution für eine Freilassung wurde auf neun Millionen Dollar (7,38 Millionen Euro) pro Person gesetzt. Die Anklage fordert eine Anhebung der Kaution auf 13 Millionen Dollar.

Hestrin zufolge soll die Misshandlung der Geschwister im Alter zwischen zwei und 29 Jahren vor vielen Jahren begonnen haben. Der Staatsanwalt beschrieb schockierende Zustände im Elternhaus. Demnach wurden die Kinder angeblich zur Strafe mit Ketten gefesselt und an ihr Bett gebunden. Sie seien oft geschlagen geworden, hätten kaum zu essen bekommen, keine Ärzte gesehen und keine schulische Bildung erhalten. Sechs der 13 Geschwister sind den Angaben zufolge minderjährig.

Quelle: Apa/Dpa

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