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Kapitän nach Schiffsunglück auf Donau wieder festgenommen

Die ungarische Polizei hat den Kapitän jenes Flusskreuzfahrtschiffs wieder festgenommen, das im Mai am Schiffsunglück auf der Donau in Budapest mit 28 Toten beteiligt gewesen war. Gegen den 64-jährigen Ukrainer werde wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt, teilte die Polizei am Montag in Budapest mit.

28 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben SN/APA (AFP)/GERGELY BESENYEI
28 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben

Der Kapitän der "Viking Sigyn" war zwei Wochen nach dem Unglück gegen Kaution und Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die "Viking Sigyn" war am 29. Mai auf der Donau in Budapest mit dem viel kleineren Ausflugsschiff "Hableany" (Nixe) zusammengestoßen. Das kleinere Schiff kenterte und sank innerhalb weniger Sekunden auf den Grund der Donau. An Bord hatten sich eine 33-köpfige Reisegruppe aus Südkorea und zwei ungarische Besatzungsmitglieder befunden.

Lediglich sieben Südkoreaner konnten gerettet werden. Alle anderen Menschen an Bord der "Hableany" kamen in den Fluten ums Leben. Die Leiche eines Südkoreaners wurde bisher immer noch nicht gefunden.

Der Kapitän des Flusskreuzers wurde anschließend verhaftet. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fahrlässige Gefährdung im Wasserverkehr mit massenhafter Todesfolge vor. Wegen seiner späteren Freilassung gegen Kaution und Auflagen klagten die Staatsanwälte vor dem Obersten Gerichtshof. Dieser stellte am Montag fest, dass die vom zuständigen Gericht verfügte Freilassung nicht rechtens gewesen sei.

Quelle: Apa/Dpa

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