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Kein Käufer wollte 300.000 Euro für "Rote Venezuela" zahlen

Die Versteigerung einer seltenen Briefmarke, der "Roten Venezuela", ist in Hamburg ohne Gebot zu Ende gegangen. Kein Käufer war bereit, das Startgebot von 300.000 Euro zu zahlen. "Wir sind sehr enttäuscht", sagte der Filialleiter des Hamburger Auktionshauses Lauritz.com, Wolfram Schnelle, am Donnerstag.

Kein Käufer wollte 300.000 Euro für "Rote Venezuela" zahlen SN/dpa/Axel Heimken
Die Versteigerung der seltenen Briefmarke scheiterte.

"Wir hatten bis zur letzten Sekunde gehofft und waren sehr zuversichtlich, da das Interesse im Vorfeld sehr groß war." Der Verkäufer werde das seltene Briefmarkenpaar erstmal in seiner Sammlung behalten. Nur vier Exemplare der "Roten Venezuela" sind weltweit bekannt. Damit ist die Briefmarke seltener als die berühmte "Blaue Mauritius". Der Schätzpreis für das Briefmarkenpaar lag bei 550.000 Euro. Im Jahr 2010 wurde eine der Einzelmarken der "Roten Venezuela" bei einer Auktion in der Schweiz für 288.000 Euro versteigert.

Die Briefmarken aus dem Jahr 1861 waren ursprünglich orange, die rote Farbe ist ein Fehldruck. Eine Marke von einem halben Real hatte damals den Postwert eines venezolanischen Inlandsbriefs. Das seltene Briefmarkenpaar war erst im vergangenen Jahr in einer Privatsammlung entdeckt worden. Der Experte Knut Heister hatte die Echtheit überprüft und ein Gutachten über die Marken erstellt.

Quelle: Apa/Dpa

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