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Kolumbianische Soldaten beschlagnahmten tonnenweise Kokain

Die kolumbianischen Behörden haben in einem Drogenlabor im Südosten des Landes mehr als zwei Tonnen Kokain beschlagnahmt. Soldaten hätten das Labor in der Hafenstadt Tumaco an der Grenze zu Ecuador am Samstag zerstört, teilte die Armee mit. An dem Großeinsatz in Tumaco waren demnach Luft- und Bodentruppen sowie vier Hubschrauber beteiligt.

Das Labor wurde laut dem Militär von einer Splittergruppe der Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (Farc) betrieben, die den Friedensvertrag der Rebellen mit der Regierung nicht anerkennt. Neben 2,341 Tonnen Kokain-Chlorhydrat seien 450 Kilogramm Koka-Blätter, der Grundstoff für Kokain, beschlagnahmt worden, erklärte die Armee.

Kolumbien ist der weltgrößte Produzent von Kokain. 2016 wurden nach UN-Angaben geschätzt 866 Tonnen der Droge produziert. Anfang November unterzeichneten Kolumbien und das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) mit Sitz in Wien ein Abkommen zum Kampf gegen den Koka-Anbau. Es sieht die Umwandlung von Koka-Anbauflächen vor sowie eine Entschädigung der betroffenen Bauern.

Mit dem Abkommen soll ein wichtiger Teil des Friedensvertrags zwischen Bogota und der ehemaligen Farc-Guerilla umgesetzt werden. Das historische Friedensabkommen war im November 2016 geschlossen worden. Die UNO erklärte die Entwaffnung der größten Rebellengruppe des Landes Ende Juni für abgeschlossen.

Quelle: Apa/Ag.

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