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Kühlschrank möglicher Auslöser für Großbrand in Oakland

Der verheerende Brand mit drei Dutzend Toten bei einer illegalen Lagerhaus-Party im kalifornischen Oakland ist möglicherweise durch einen defekten Kühlschrank ausgelöst worden. Wie der Bezirks-Sheriff Gregory Ahern am Dienstagnachmittag (Ortszeit) dem Sender KTVU sagte, will ein Augenzeuge Flammen an dem Haushaltsgerät gesehen haben.

Kühlschrank möglicher Auslöser für Großbrand in Oakland SN/AP
Das abgebrannte Gebäude.

In dem Bereich habe es auch deutliche Brandspuren gegeben, die auf eine Feuerquelle hinweisen, sagte Ahern. Nach Angaben von Feuerwehr-Chef Darren White haben die Einsatzkräfte nunmehr 90 Prozent des völlig ausgebrannten Lagerhauses durchsucht. 36 Menschen kamen ums Leben. Weitere Opfer wurden nach Angaben der Behörden nicht mehr in dem ausgebrannten Gebäude vermutet. Bis auf eine wurden alle Leichen identifiziert.

Das Feuer war am Freitagabend bei einer illegalen Party in dem zweistöckigen Gebäude ausgebrochen. Das Flammen hatte über Stunden gewütet. Das Dach stürzte ein, woraufhin auch die zweite Etage in Teilen einbrach. Im ersten Stock des Lagerhauses hatten Künstler Ateliers eingerichtet. Nach Angaben der Behörden durfte das Gebäude nur als Lagerhalle, nicht aber zum Wohnen oder für Veranstaltungen genutzt werden.

Nach dem Großbrand gaben Ermittler erschütternde Details der Tragödie bekannt. "Die jungen Leute haben Textnachrichten an ihre Eltern geschickt und geschrieben, dass sie sie lieben und dass sie sterben", sagte Sheriff-Sprecher Ray Kelly. "Mama, ich sterbe", schrieb laut Sheriff Greg Ahern eine Frau an ihre Mutter. Zwei Opfer wären sich anscheinend in den Armen gelegen, als sie von den Feuerwehrleuten tot aufgefunden wurden. Als mögliche Brandursache wurde nach Angaben der Ermittler ein kaputter Kühlschrank oder ein anderes defektes Elektrogerät vermutet.

Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein und prüfte zunächst, ob eine Straftat vorliegt und wer dafür verantwortlich sein könnte. Vertreter der Stadt Oakland erhielten nach eigenen Angaben bereits drei Beschwerden wegen Sicherheitsmängeln in dem Gebäude. Der Betreiber des Gebäudes, Derick Ion Almena, sagte dem Fernsehsender NBC, die Katastrophe tue ihm "unglaublich leid". Doch habe er das Gebäude nur gemietet gehabt, und sei davon ausgegangen, dass es den Normen entspreche.

Quelle: Apa/Dpa

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