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Mehr als 300 geflohene Häftlinge in Brasilien festgenommen

Nach ihrem Ausbruch aus einem Gefängnis in Brasilien sind 335 Häftlinge wieder festgenommen worden. Die Gefängnisbehörden hatten bis Freitag nicht bekanntgegeben, wie viele Insassen bei der Meuterei in der Haftanstalt von Jardinopolis am Donnerstag geflohen waren.

Die Gefangenen hatten einige Gebäude auf dem Gefängnisgelände, etwa 330 Kilometer nördlich der Metropole Sao Paulo, in Brand gesetzt und dabei auch die Archive zerstört, wie das Nachrichtenportal G1 am Freitag berichtete. Ein Häftling sei dabei ums Leben gekommen und weitere acht seien verletzt worden. 

Insgesamt sollen in der halb-offenen Haftanstalt 1.864 Gefangene gewesen sein, obwohl die vorgesehene Kapazität auf 1.080 Inhaftierte beschränkt war. Nach Angaben von Verwandten der Häftlinge meuterten die Insassen wegen der Zustände im Gefängnis und wegen der Kürzung der Besuchszeiten. Brasilien ist eines der Länder mit der höchsten Zahl von Gefängnisinsassen weltweit, die Haftanstalten sind meist überfüllt, die Zustände schlecht.

Quelle: Apa/Dpa

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