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Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Frankreich

Als zweites EU-Land nach Spanien hat Frankreich am Freitag die Schwelle von einer Million Corona-Infektionen überschritten. In den vergangenen 24 Stunden sei die Rekordzahl von 42.032 Neuinfektionen verzeichnet worden, teilten die französischen Gesundheitsbehörden mit. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen stieg damit auf 1.041.075. Insgesamt 34.508 Infizierte starben den Angaben zufolge seit dem Beginn der Pandemie in Frankreich.

Medizinisches Personal stößt an seine Grenzen SN/APA (AFP)/ALBERTO PIZZOLI
Medizinisches Personal stößt an seine Grenzen

Am Mittwoch hatte Spanien als erstes EU-Land offiziell mehr als eine Million Corona-Infektionen registriert. Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte am Freitag jedoch, dass die Gesamtzahl der Infizierten tatsächlich bei über drei Millionen liege. Zu Beginn der Pandemie seien viele Infektionen unentdeckt geblieben, sagte Sánchez.

In Italien ist die Zahl der Corona-Infektionen wieder sprunghaft angestiegen. 19.143 Neuansteckungen wurden am Freitag registriert, am Donnerstag waren es noch 16.079 Fälle. Außerdem wurden 91 Todesopfer vermeldet, am Vortag waren es 136. Die Zahl der Toten in Italien mit oder an Covid-19 seit Beginn der Pandemie im Februar überschritt somit die 37.000-Schwelle auf 37.058. Innerhalb eines Tages wurden 182.000 Tests durchgeführt.

Die Zahl der bestätigten aktiven Fälle kletterte am Freitag auf 186.002, jene der in Spitälern behandelten Covid-19-Patienten erhöhte sich gegenüber Donnerstag von 9.694 auf 10.549, teilte das italienische Gesundheitsministerium mit. In Quarantäne befanden sich 174.404 Personen. Auf den Intensivstationen lagen 1.049 Patienten, am Vortag waren es 992 gewesen.

Trotz zunehmender Sorge wegen der hohen Zahl von Neuinfizierten hält die Regierung in Rom an ihrem Vorhaben fest, in Italien vorerst keinen neuerlichen landesweiten Lockdown zu verhängen. "Wir müssen einen Produktionsstopp und die Schulschließung vermeiden", sagte Premier Giuseppe Conte.

Diese Ansicht teilt auch Innenministerin Luciana Lamorgese, die massive Proteste im Fall eines neuen Italienweiten Ausgangsverbots befürchtet. "Wir müssen alles Erdenkliche zur Verhinderung eines neuen Lockdowns unternehmen, der soziale und wirtschaftliche Konsequenzen mit Auswirkungen auf die öffentliche Ordnung hätte", warnte Lamorgese.

Quelle: Apa/Ag.

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