Kopf des Tages

Michael Schumacher - der Ski-Unfall vor fünf Jahren und die Folgen

Michael Schumacher verunglückte am 29. Dezember 2013 beim Skifahren. Oberhalb von Méribel in den französischen Alpen kam er zu Fall. Schumacher war gegen 11.00 Uhr morgens nur wenige Meter neben der markierten Piste gegen einen Felsen geprallt. Er verlor die Kontrolle und schlug beim Sturz mit dem Kopf auf einen weiteren Felsen. Der Helm, den Schumacher trug, brach.

Schumacher war offiziellen Angaben zufolge unmittelbar nach dem Unfall ansprechbar, er war aber verwirrt. Der Formel-1-Rekordweltmeister wurde noch an Ort und Stelle erstversorgt. Er sollte mit dem Helikopter nach Môutiers gebracht werden. Die Kopf-Verletzungen, die Schumacher sich bei dem Aufprall trotz des Helmes zugezogen hatte, waren jedoch so gravierend, dass er dort nicht behandelt werden konnte. Der Rettungshubschrauber startete wieder und flog ihn in das Universitätskrankenhaus von Grenoble.

Schumacher musste notoperiert werden. Er schwebte in Lebensgefahr. Schumachers Familie traf am Nachmittag ein.

Am Tag darauf äußerten sich die behandelnden Mediziner in einer Pressekonferenz: Schumacher erlitt bei dem Sturz weit verbreitete Verletzungen im Gehirn, sein Zustand wurde als "außerordentlich ernst" bezeichnet. Er musste ein zweites Mal operiert werden, dabei wurde ein Hämatom in der linken Hirnseite entfernt.

Schumacher schwebte noch einige weitere Tage in Lebensgefahr. Gegen Ende Januar wurden die Narkosemittel reduziert, um die Aufwachphase aus dem künstlichen Koma einzuleiten. Im Juni 2014 gab Schumachers Management bekannt, dass er sich nicht mehr im Koma befinde. Seit September 2014 ist der mittlerweile 49-Jährige zuhause in Gland in der Schweiz. Genauere Informationen zu Schumachers Zustand gibt es nicht. Nur engste Vertraute wissen, wie es ihm geht.

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