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Mindestens acht Tote bei schweren Überflutungen in Thailand

Im Süden von Thailand sind bei heftigen Regenfällen und Überschwemmungen mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Betroffen sind insgesamt neun Provinzen inklusive der Urlauberinseln Ko Samui und Ko Phangan, wo unzählige Touristen mitten in der Wintersaison wegen annullierter Flüge festsaßen. Der Wetterdienst warnte am Freitag vor weiterem heftigen Regen und Springfluten.

Zahlreiche Straßen wurden überschwemmt.  SN/APA (Symbolbild/AFP)/STR
Zahlreiche Straßen wurden überschwemmt.

Am schwersten betroffen ist nach Angaben des Innenministeriums die Festlandprovinz Nakhon Si Thammarat, wo das Wasser nach tagelangen Regenstürmen in einigen Gebieten bis zu den Dächern reichte. Viele Straßen waren dort überflutet, Bahngleise unterspült, der regionale Flughafen wurde für mindestens zwei Tage geschlossen.

Auch in anderen Provinzen fielen zahlreiche Züge aus. Insgesamt 120.000 Haushalte waren überflutet. Juntachef Prayut Chan-O Cha besuchte am Freitag kurz eine der betroffenen Provinzen und teilte Nahrungsmittel aus.

Auf Ko Samui und Ko Phangan mussten Touristen wegen gestrichener Flüge und Fährverbindungen ihren Urlaub unfreiwillig verlängern. Einige machten sich einen Spaß daraus, die überfluteten Straßen mit aufgepumpten Gummischläuchen wie auf Wildwasserbahnen hinabzusausen. Die meisten Urlauber zogen es jedoch vor, in ihren Hotels zu bleiben. Vertreter der Tourismusbranche berichteten von mehreren Stornierungen mitten in der Hauptsaison.

Einwohner von Ko Samui sprachen von den schlimmsten Überschwemmungen seit mindestens einem Jahrzehnt. "Ich lebe jetzt schon zwölf Jahre hier, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt - es war richtig beängstigend", sagte die Gästehaus-Betreiberin Tuula Fitzpatrick.

Die Regenzeit dauert in Thailand meist von Juni bis Oktober. Dass es Anfang Jänner eine Woche lang derart gießt, ist eher ungewöhnlich. Allerdings hatten ähnliche Regenstürme das Land bereits im Dezember heimgesucht, dabei starben mehr als 35 Menschen. Auch damals waren Ko Samui sowie die beliebte Ferienort Krabi an der Festlandküste betroffen.

Der Süden Thailands grenzt an Malaysia, wo derzeit ebenfalls tausende Menschen von schweren Unwettern betroffen sind.

Quelle: Apa/Ag.

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