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Mordfall in Freiburg: Mögliche Verbindung zu Tat auf Korfu

Im Fall einer Mitte Oktober getöteten Freiburger Studentin haben sich Hinweise verdichtet, dass der Tatverdächtige vor drei Jahren ein weiteres Verbrechen in Griechenland begangen haben soll. Eine griechische Anwältin will den Verhafteten wiedererkannt haben. "Ja, das ist der junge Mann, den ich 2013 verteidigt habe", sagte die Rechtsanwältin Maria-Eleni Nikopoulou am Mittwoch.

Mordfall in Freiburg: Mögliche Verbindung zu Tat auf Korfu SN/APA (dpa)/Patrick Seeger
Der Afghane erhielt bin Griechenland wegen anderer Gewalttat 10 Jahre.

Es geht um ein Gewaltverbrechen im Jahr 2013. Der aus Afghanistan stammende mutmaßliche Mörder der Freiburger Medizinstudentin soll auf der Insel Korfu eine 20-jährige Studentin überfallen und eine Steilküste hinabgeworfen haben. Das Opfer habe schwer verletzt überlebt.

Laut der Anwältin Nikopoulou wurde der Afghane zu zehn Jahren Haft verurteilt. Nach etwa eineinhalb Jahren sei er nach einem Beschluss der Justiz unter Auflagen freigelassen worden. "Wie er nach Deutschland kam, kann ich nicht sagen", meinte die Anwältin. Der junge Mann sei damals in einem Gefängnis für Minderjährige auf dem Festland untergebracht gewesen.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Freiburg sagte, die Ermittler seien auf Auskünfte der griechischen Polizei angewiesen. Eine entsprechende Anfrage sei bisher unbeantwortet. Beweise, dass es einen Zusammenhang gibt, fehlten bisher.

Der Afghane war als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling im Jahr 2015 nach Deutschland gekommen. Seit seiner Festnahme Anfang Dezember sitzt er in Untersuchungshaft. Ob er wirklich 17 Jahre alt ist, wird überprüft. Wie zuerst der "Stern" berichtete, soll sich der Flüchtling schon im Jahr 2013 in Griechenland als 17-Jähriger ausgegeben haben.

Quelle: Apa/Dpa

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