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Mordversuch auf Tate-Aufsichtsplattform - Urteil verschoben

Im Fall des Mordversuchs im Londoner Museum Tate Modern wird das Strafmaß gegen den damals 17-jährigen Täter doch nicht am Montag verkündet. Der Gerichtstermin in der britischen Hauptstadt wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, wie das Old-Bailey-Gericht mitteilte.

Blick auf das Museum Tate Modern in London SN/APA (AFP)/TOLGA AKMEN
Blick auf das Museum Tate Modern in London

Der junge Mann hatte sich Anfang Dezember schuldig bekannt, Anfang August einen sechsjährigen Buben aus Frankreich von der Aussichtsplattform im zehnten Stock gestoßen zu haben. Das Kind überlebte schwer verletzt, weil ein Vordach auf der Höhe der fünften Etage seinen Sturz abbremste. Mitte Dezember teilten die Eltern mit, ihr Sohn habe wieder zu sprechen begonnen, erhole sich aber nur langsam von seinen Verletzungen und habe schreckliche Schmerzen.

Der Täter leidet unter Autismus und einer Persönlichkeitsstörung. Britische Medien berichteten kürzlich unter Berufung auf Tonbandaufnahmen, dass er schon Monate vor seiner Tat Mordpläne schmiedete. Demnach sagte er zu Pflegekräften, die ihn betreuten, er wolle jemanden von großer Höhe in die Tiefe stoßen, damit dieser mit Sicherheit sterbe. Der betreffende private Pflegedienst versicherte, "keine Kenntnis" von dem Gespräch zu haben.

Quelle: Apa/Ag.

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