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Moscheegänger prügelten Polizisten in Kaschmir zu Tode

Eine aufgebrachte Menschenmenge hat vor einer Moschee in Srinagar im indischen Teil Kaschmirs einen Polizisten zu Tode geprügelt und gesteinigt. Die Gründe für den Vorfall zur Gebetszeit in der Nacht auf Freitag waren laut Polizei zunächst unklar. Medienberichten zufolge waren die Gläubigen wütend, weil der vor der großen Jamia-Masjid-Moschee postierte Beamte angeblich dort fotografiert hatte.

Die Lage eskalierte demnach, als der Polizist aus Notwehr in die Menge schoss und drei Menschen verletzte. Drei Verdächtige seien identifiziert und zwei von ihnen festgenommen worden, sagte der Polizeichef des Bundesstaates Jammu und Kaschmir am Freitag vor Journalisten in der Hauptstadt Srinagar.

In der zwischen Indien und Pakistan umstrittenen, mehrheitlich muslimischen Himalaya-Region werden die zahlreich vorhandenen indischen Sicherheitskräfte nicht selten angegriffen. Die beiden Atommächte haben bereits Kriege um Kaschmir geführt. In den vergangenen Monaten haben die Spannungen wieder zugenommen. Im Juni sind nach staatlichen Angaben auf der indischen Seite der Grenzlinie bereits 42 Menschen ums Leben gekommen - 27 Kämpfer, neun Sicherheitskräfte und sechs Zivilisten.

Quelle: Apa/Dpa

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