International

Muslime streiten in Malaysia um Hot Dogs

Darf eine Wurst im Teig im muslimischen Malaysia Hot Dog heißen? Hunde gelten im Islam als unrein.

Nahrungsmittel sollten demnach einen solchen Namen nicht tragen - so wurde zumindest der Chef der islamischen Entwicklungsbehörde zitiert und er hat damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, wie das Nachrichtenportal "Star Online" berichtete.

Verteidigungsminister Hishammuddin Hussein mischte sich am Donnerstag in die Debatte: "Ich esse mein Leben gern Hot Dogs. Das ist nie ein Problem gewesen", zitierte ihn das Portal.

Auslöser des Ganzen war eine Managerin der amerikanischen Schnellrestaurantkette "Auntie Anne's". Sie postete auf Facebook, ihre Firma habe den Halal-Stempel nicht bekommen. Das ist ein Gütesiegel, das belegt, dass das angebotene Essen nach islamischen Regeln zum Verzehr geeignet ist.

Nach ihren Angaben war einer der Gründe, dass "Pretzel Dog" auf der Karte von "Auntie Anne's" steht, eine in Teig gebackene Wurst. Der Chef der islamischen Entwicklungsbehörde, Sirajuddin Suhaimee, ruderte nach zahlreichen Medienberichten inzwischen zurück: Er sei falsch zitiert worden.

Die über die Einhaltung des Islam wachenden Behörden haben schon einmal mit einer umstrittenen Entscheidung von sich reden gemacht: Sie haben Muslimen im Jahr 2008 Yoga verboten, weil dies gebetsartige Züge trage, die mit dem Islam nicht vereinbar seien.

Quelle: Dpa

Aufgerufen am 17.11.2018 um 11:54 auf https://www.sn.at/panorama/international/muslime-streiten-in-malaysia-um-hot-dogs-955123

Schlagzeilen