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Mutmaßlicher Mörder in Deutschland nach 34 Jahren überführt

34 Jahre nach der Tötung einer Pensionistin in der norddeutschen Stadt Flensburg hat die Polizei den mutmaßlichen Täter ermittelt. Es handle sich um einen heute 51-Jährigen, der früher in der Nähe des Tatorts lebte, teilten die Beamten am Donnerstag mit. Er habe gestanden und sei außerdem durch DNA-Spuren überführt.

Zur Tatzeit war er nach Angaben der Ermittler 17 Jahre alt. Auf seine Spur kamen sie im Zuge jahrelanger Nachforschungen, zu denen auch ein DNA-Massentest im Jahr 2013 gehörte. Dazu waren alle Männer eingeladen, die im fraglichen Zeitraum im Umkreis des Tatorts wohnten.

Der Mann gehörte zu denen, die wegen Wohnortwechseln oder aus anderen Gründen seinerzeit nicht an dem Test in Flensburg teilnahmen und deshalb nach teilweise sehr zeitraubenden Anschriftenrecherchen nachträglich gesondert kontaktiert wurden. Nach Polizei-Angaben sagte er den Beamten im Juli die Teilnahme an einem DNA-Test zwar zu, flüchtete jedoch.

Er sei dann am 14. Juli "durch gezielte Fahndungsmaßnahmen" in Saarbrücken nahe der französischen Grenze festgenommen worden und habe in den folgenden Vernehmungen den Mord an der 73-Jährigen am 1. Juli 1982 gestanden, teilte die Polizei mit. Die Pensionistin war in ihrer Wohnung getötet, beraubt und sexuell missbraucht worden. 2012 gelang es Spezialisten des Landeskriminalamts in Kiel mit neuesten Methoden, ein DNA-Profil des Täters zu rekonstruieren. Darauf wurde der Massen-DNA-Test gestartet.

(Apa/Ag.)

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