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Nach Küchenschaben-Attacke Proteste gegen Burger-Kette

Die britische Burgerkette Byron ist wegen ihrer umstrittenen Kooperation mit den Einwanderungsbehörden weiter Ziel von Protesten.

Im Londoner Stadtteil Holborn versammelten sich unter den Augen der Polizei am Montagabend rund 200 Demonstranten mit Trillerpfeifen und Plakaten vor einer Byron-Filiale, die während der Aktion geschlossen war.

Auslöser der Proteste ist die Festnahme von 35 ausländischen Mitarbeitern wegen Verstößen gegen die Einwanderungsgesetze. Das Unternehmen soll die Behörden dabei tatkräftig unterstützt haben.

Wie ein Mitarbeiter der Zeitung "Guardian" sagte, hatte die Unternehmensleitung die Angestellten Anfang Juli zu einer Schulung vorgeladen - empfangen wurden sie aber von der Polizei.

Die Festgenommenen stammen aus Albanien, Ägypten, Brasilien und Nepal. Byron erklärte auf seiner Internetseite, die Beschuldigten hätten gefälschte Dokumente vorgelegt, um einen Job zu bekommen.

Die erst in der vergangenen Woche bekannt gewordenen Festnahmen hatten heftige Kritik an Byron ausgelöst: Am Freitag ließen Aktivisten in der Filiale der Burgerkette in Holborn sowie in einer weiteren Zweigstelle in Zentrallondon tausende Küchenschaben und andere Insekten los und erzwangen so die vorübergehende Schließung der beiden Restaurants. Im Internet wurde zudem zum Boykott des Unternehmens mit seinen 56 Filialen in Großbritannien aufgerufen.

Quelle: Apa/Ag.

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