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Nach Tod Dutzender Kinder: Polizei in Indien nimmt Arzt fest

Nach dem Tod von Dutzenden Kindern in einem staatlichen Krankenhaus in Nordindien hat die Polizei einen Arzt festgenommen. Dem Mediziner werde unter anderem Pflichtverletzung vorgeworfen, sagte Amit Pathak, ein leitender Polizeibeamter im Staat Uttar Pradesh, am Samstag. Es handelt sich bereits um die dritte Festnahme in Verbindung mit den Todesfällen.

Auch der ehemalige Klinikchef und seine Frau wurden dingfest gemacht. Im August waren binnen weniger Tage 63 Kinder in dem Krankenhaus in Gorakhpur gestorben. Berichten zufolge waren viele von ihnen Frühchen auf der Neugeborenenstation, andere starben an Gehirnentzündungen oder möglichem Sauerstoffmangel. Der festgenommene Arzt sei für die Abteilung für Akute Gehirnentzündungen verantwortlich gewesen. Er war nach Bekanntwerden des Vorfalls im August entlassen worden.

Mehr als 400 Kinder seien seit dem 1. August in dem Krankenhaus gestorben, berichtete der Sender NDTV unter Berufung auf offizielle Angaben. Die örtlichen Behörden und die Krankenhausverwaltung wiesen unterdessen Vermutungen zurück, es könne sich um Fehler der Einrichtung gehandelt haben. Sie führen die hohe Kindersterblichkeit auf Infektionen und einen Ausbruch von Gehirnentzündungen während der Monsunzeit zurück.

Die BRD-Klinik ist das größte Krankenhaus im östlichen Teil des Bundesstaates Uttar Pradesh. Die Region gilt als eine der Ärmsten in Indien mit einer hohen Kindersterblichkeit. Zur Monsunzeit kämpfen die Bewohner regelmäßig mit Infektionen und Gehirnentzündungen, die jedes Jahr Hunderte Opfer fordern.

Quelle: Apa/Dpa

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