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Neun Arbeiter einer Plantage auf Philippinen erschossen

Bei der Besetzung einer Zuckerrohrplantage sind auf den Philippinen neun Arbeiter von Unbekannten erschossen worden. Unter den Getöteten auf der Insel Negros im Zentrum des Inselstaats sind laut Polizei zwei Teenager und zwei Frauen. Der Bürgermeister der Stadt setzte eine Belohnung von 250.000 philippinischen Pesos (umgerechnet gut 4.000 Euro) aus für Informationen zum Täter.

Die Arbeiter hatten beim Besetzen der privaten Plantage in der Stadt Sagay improvisierte Zelte aufgestellt. Während sie sich ausruhten, eröffneten bewaffnete Männer das Feuer, wie die Polizei mitteilte. Die Körper von drei Opfern seien verbrannt worden.

Die Arbeiter wollten demnach die Plantage besetzen, nachdem ihnen im Zuge einer Agrarreform mitgeteilt worden war, dass Teile davon unter ihnen aufgeteilt werden sollten. Sie seien aber noch nicht offiziell die Besitzer des Landes gewesen, hieß es.

Die Besitzerin des Landes versprach, bei den Ermittlungen zu kooperieren. Im Zuge der Agrarreform gibt es immer wieder tödliche Zusammenstöße auf den Philippinen. Häufig blockieren Landbesitzer die Verteilung von Land.

Quelle: Apa/Dpa

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