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Noch mehr als 35 Vermisste nach Bootsunglück im Jemen

Nach einem Schiffsunglück vor der Küste Jemens werden noch mehr als 35 Menschen vermisst. Bisher seien 26 Passagiere gerettet worden, teilte ein lokaler Verantwortlicher aus dem Ort Kulansija auf der jemenitischen Insel Sokotra am Mittwoch mit. Die Suche nach den Vermissten gehe weiter.

Jemens Fischereiminister Fahd Kafajin erklärte auf Facebook, Schiffe durchkämmten seit den Morgenstunden die Unglücksregion. Er sprach von 17 Geretteten.

Kafajin zufolge war der Frachter mit rund 60 Menschen an Bord in der südjemenitischen Stadt Al-Mukalla in See gestochen und westlich von Sokotra verunglückt. Die Insel liegt ungefähr 350 Kilometer vor Jemens Küste im Süden der arabischen Halbinsel. Weil der Flughafen auf Sokotra wegen des Bürgerkriegs im Jemen geschlossen ist, reisten auch zahlreiche Inselbewohner mit dem Frachter.

Es habe seit fünf Tagen keinen Kontakt mehr zu dem Schiff gegeben, erklärte der Fischereiminister weiter. Als Fracht waren demnach auch rund 25 kleinere Fischerboote an Bord. Möglicherweise konnten sich verunglückte Passagiere mit diesen retten.

Im bitterarmen Jemen tobt seit mehr als zwei Jahren ein Bürgerkrieg. Schiitische Huthi-Rebellen aus dem Norden des Landes haben große Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht. Sie kämpfen gegen die international anerkannte Regierung von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi. Eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition fliegt seit März 2015 Luftangriffe gegen die Rebellen und ihre Verbündeten. Kafajin rief das Bündnis auf, die Suche nach Überlebenden zu unterstützen.

Quelle: Apa/Ag.

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