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Obdachloser in Palermo bei lebendigem Leib verbrannt

Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, wie eine vermummte Person das Lager des schlafenden Mannes aus einem Kübel mit offenbar brennbarer Flüssigkeit übergießt und anzündet

Symbolbild. SN/Cylonphoto - Fotolia
Symbolbild.

In Palermo ist ein Obdachloser bei lebendigem Leib verbrannt worden. Die Polizei nahm einen 45-Jährigen wegen des Verdachts des Mordes fest, berichtete die Kathpress.

Der Mann, Inhaber einer Tankstelle, habe den Mord gestanden, berichtete die Polizei am Samstagabend. Er gab zu, aus Eifersucht gehandelt zu haben, da er seine Frau verdächtigte, eine Beziehung zum Obdachlosen zu haben.

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht auf Samstag vor einer Essensausgabestelle, die vom Kapuzinerorden betrieben wird. Bei dem Opfer handelt es sich italienischen Medien zufolge um einen 45-jährigen Mann, der seit einiger Zeit von seiner Frau und seinen beiden heranwachsenden Kindern getrennt lebte.

Im Allgemeinen herrsche in Palermo große Solidarität mit Notleidenden. Ein aggressives Verhalten gegenüber Obdachlosen sei nicht zu beobachten. Der Mann habe an einem Ort übernachtet, der eigentlich nicht als Schlafplatz vorgesehen sei; man habe dies aber geduldet.

Der Leiter der diözesanen Caritas, Sergio Mattaliano, äußerte sich bestürzt über die Brutalität der Tat. In Palermo gebe es zahlreiche Menschen ohne Essen und Unterkunft. Angesichts der Herausforderung, allen Hilfsanfragen zu entsprechen, ließen sich "Kämpfe zwischen den Armen und Vorfälle dieser Art leider nicht vermeiden", sagte Mattaliano dem bischöflichen italienischen Pressedienst SIR.

Quelle: APA

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