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Österreich holte neun Medaillen bei Forstarbeiter-WM

Am Sonntag sind die letzten Bewerbe der seit 2. August laufenden Forstarbeiter-WM in Lillehammer (Norwegen) zu Ende gegangen. Die österreichischen Teilnehmer erhöhten nach zwischenzeitlich fünf Medaillen ihre Ausbeute. Das fünfköpfige und gleichzeitig jüngste Team im Starterfeld trat mit neun Mal Edelmetall im Gepäck die Heimreise an, berichtete der Forstwettkampfverein Österreich.

Die aus 28 Ländern antretenden Teilnehmer wetteiferten in fünf Einzelbewerben - etwa "Entasten", "Zielfällung" und "Kettenwechsel" - um die Medaillen. Zusätzlich stellten die Forstarbeiter im Zuge eines Staffelbewerbs ihre Teamstärke unter Beweis. Ein Junioren- und ein erstmals ausgetragener Damenbewerb komplettierten den Wettkampfreigen.

In der Gesamtrangliste der Profiklasse erreichten die Österreicher Harald Umgeher, Jürgen Erlacher und Mathias Morgenstern hinter Weißrussland und Deutschland den dritten Platz. Weniger erfolgreich waren die österreichischen Wettkämpfer in der Gesamteinzelwertung - Mathias Morgenstern wurde mit dem achten Rang bester Österreicher. In der Einzeldisziplin "Kettenwechsel" sicherte sich Jürgen Erlacher mit einer Zeit von 8,38 Sekunden die Goldmedaille.

Im Teambewerb - der sogenannten "Länderstafette" - wurden die drei bereits genannten Wettkämpfer durch den im Juniorenbewerb angetretenen Daniel Oberrauner unterstützt. Gemeinsam "ersägten" sie den zweiten Platz. Die Medaille stellt eine Premiere für das österreichische Nationalteam dar - noch nie war es im Teambewerb gelungen, auf das Podest zu kommen.

Daniel Oberrauner musste sich im Juniorenbewerb nach zwischenzeitlicher Führung mit dem Vize-Juniorenweltmeistertitel zufriedengeben. Die Freude überwog klarerweise dennoch: "Ich bin wirklich happy, dass es mir gelungen ist." Schon am Tag zuvor stand fest, dass er den Heimweg nicht ohne Medaille antreten muss: Beim "Kettenwechseln" landete er als Dritter und beim "Präzisionsschnitt" als Zweiter auf dem Podest.

Caroline Weinberger - die erste österreichische Frau bei einer Forstarbeiter-WM - wurde in der Gesamtwertung Vierte und stellte speziell mit ihrem Sieg beim "Kettenwechseln" und dem dritten Platz in der Disziplin "Kombinationsschnitt" ihre Fähigkeiten unter Beweis. Zusätzlich erlangte sie in der Frauen-Länderstafette zusammen mit einer Ungarin, einer Französin und einer Norwegerin den dritten Platz.

Der Coach des Forstarbeiter-Nationalteams, Armin Graf, zog eine positive Bilanz: "Vielleicht wäre da oder dort mehr möglich gewesen, doch man soll nicht unbescheiden werden. Wir haben neun Medaillen geholt, das ist sensationell." Die Latte für die nächste Forstarbeiter-WM, die 2020 in Serbien stattfinden wird, liegt nun jedenfalls hoch.

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