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Oktoberfest: Die Gaudiburschen aus "Minga"

Die Polizeiberichte von der Wiesn sorgen für Heiterkeit im Internet. So wird etwa ein Taschendieb als "Fachkraft für spontane Eigentumsübertragung" beschrieben.

Die Notiz ist kauzig: "Kleiner Hinweis am Rande: 'No Smoking' im Zelt ist keine Kleidervorschrift." Zu lesen ist das auf Twitter unter #Wiesnwache. Gemeint mit "no smoking" ist das Rauchverbot in den Zelten. 2000 Ordnungskräfte machen die Wiesn bislang zu einem sicheren Ort. Dazu kommen noch 600 Polizeibeamte. 450 Ordner stellt die Stadt (200 mehr als früher). Dank ihres humorvollen Internetauftritts hat Münchens Polizei die Sympathien auf ihrer Seite. Denn sie sorgt im Informations-Kurzdienst Twitter mit Meldungen wie dieser für Heiterkeit: "Fachkraft für spontane Eigentumsübertragung wird von Passanten festgehalten. Wir übernehmen." Oder: "Betrunkene 17-Jährige wurde gerade von ihren Eltern abgeholt. Kollegen sitzen nach Ansprache des Vaters immer noch zitternd in der #Wiesnwache."

Dass da jemand in turbulenten Tagen den Humor behält, zeigt sich auch daran: "Die Trachten-Trends auf dem Catwalk im Innenhof der #Wiesnwache zeigen, Knöpfe sind überflüssig, Risse und Flecken dagegen absolut angesagt." Weitere Gustostückerl: "Während die einen noch ,I´ve been looking for freedom' mitgrölen, sollen sich zwei ganz unfriedlich schlagen. Wir eilen."

"'Wennst oamoi no so hamkumst' hallt noch leise nach, während die Besucher die Zelte verlassen. Bei uns heißts weiter ,tatütata'. #wiesnwache."

Außerdem: "Und wieder wollens zwei nicht glauben, dass es sich für sie heut ausgehopft hat. Wir machen den Erklärbär."

Ein Höhepunkt (in diesem Zusammenhang ja eher recht zweideutig): "Betrunkener Engländer kommt auf #Wiesnwache und will seinen Dildo zurück, der ihm angeblich vom Sicherheitsdienst weggenommen wurde."

Auch Einstein war ein Wiesn-Hilfsarbeiter

Eine Kuriositätenkammer: Wussten Sie, dass der berühmteste Hilfsarbeiter auf der Wiesn Albert Einstein war? Oder sich der ehemalige bayrische Innenminister Günther Beckstein noch heute seinen Spruch aus dem Jahre 2008 anhören muss? Der lautet: "Zwei Maß sind nicht zu viel für Autofahrer."

Wird korrekt eingeschenkt? "Total alles über Bayern" heißt das Buch in dem sich auch folgende Details finden: "15 Prozent der Maßkrüge sind nicht voll eingeschenkt (,Unterschank'). 15 mm Unterschank sind erlaubt. Die durchschnittliche Einschankzeit für eine Maß beträgt 1,5 Sekunden. 81.000 Bierkrüge wurden 2013 Andenkenjägern abgenommen."

Aufgerufen am 22.09.2018 um 07:28 auf https://www.sn.at/panorama/international/oktoberfest-die-gaudiburschen-aus-minga-1029217

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