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Pannen bereits vor Costa Concordia-Unglück

Schon vier Tage vor der Havarie des italienischen Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia vor der Küste der toskanischen Insel Giglio war es laut einem neuen Gutachten zu einer Panne im Kontrollsystem des Luxusliners gekommen.

Pannen bereits vor Costa Concordia-Unglück SN/apa (archiv/epa)
Bei dem Unglück kamen 32 Menschen ums Leben.

Am 9. Jänner war es zu Problemen mit der Blackbox der Costa Concordia gekommen. Daher konnte nicht genau rekonstruiert werden, was nach der Havarie vor der Insel Giglio geschah, hieß es.

Laut den Ermittlern waren die Probleme mit der Blackbox am 10. Jänner - am Tag der Havarie - gemeldet worden. Die Gesellschaft, die mit der Instandhaltung der Kontrollsysteme beauftragt war, wollte am 14. Jänner nach der Ankunft des Schiffes in dem Hafen der ligurischen Stadt Savona die Blackbox reparieren. Dazu kam es nicht, da die Costa Concordia gegen einen Felsen vor der Insel Giglio auflief.

Aus den Gutachten der Experten geht hervor, dass sich an Bord der Costa Concordia Seekarten befanden, in denen die Felsen, auf die das Kreuzfahrtschiff mit 4.200 Menschen an Bord - darunter auch 77 Österreicher - auflief, nicht eingezeichnet waren. Das wird jedoch von Costa Crociere, Betreiber des verunglückten Schiffes, bestritten.

Der Kapitän des Schiffes Francesco Schettino steht seit dem Unglück unter Hausarrest. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem mehrfache fahrlässige Tötung und das Verlassen des Schiffes während der nächtlichen Evakuierung vor.

(APA)

Aufgerufen am 25.04.2018 um 04:38 auf https://www.sn.at/panorama/international/pannen-bereits-vor-costa-concordia-unglueck-5964352

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