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Plünderungen bei Benzinpreis-Protesten in Mexiko

Am Rande wütender Proteste gegen eine Erhöhung der Kraftstoffpreise ist es in Mexiko zu Plünderungen gekommen. Allein in der Region um die Hauptstadt Mexiko-Stadt wurden nach Angaben des Gouverneursamtes am Mittwoch 161 Verdächtige wegen Vandalismus und Ladendiebstahls festgenommen.

Benzinpreis-Erhöhung weckte viel Unmut.  SN/APA (GETTY)/Brett GUNDLOCK
Benzinpreis-Erhöhung weckte viel Unmut.

In der Hauptstadt selbst gab es rund 20 Festnahmen wegen Plünderungen. Wütende Demonstranten blockierten Tankstellen und legten mit Straßensperren den Verkehr auf Autobahnen lahm.

Die Regierung hatte die Benzinpreise in Mexiko zum Jahresbeginn um 20 Prozent erhöht. Präsident Enrique Pena Nieto verteidigte die Preiserhöhung unter Verweis auf die gestiegenen Weltmarktpreise. Pena Nieto zufolge werden die Preise langfristig wieder fallen, wenn seine 2014 angestoßene Reform der Ölindustrie greift. Er beendete das 76 Jahre alte Staatsmonopol auf die Ölförderung und öffnete die Branche für ausländische Firmen. Der Staatskonzern Pemex verlor damit sein Monopol auf den Verkauf von Benzin und Diesel.

Quelle: Apa/Ag.

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