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Pokémon-Go-Welle erreicht Geburtsland Japan

Zum Start des Smartphone-Spiels Pokémon Go in Japan haben sich trotz Regens sofort begeisterte Fans auf die Jagd nach den virtuellen Figuren gemacht. "Ich bin glücklich, ich habe so lange auf die Veröffentlichung gewartet", sagte ein 20-jähriger Angestellter im Tokioter Manga- und Animations-Mekka Akihabara der Nachrichtenagentur Kyodo.

Das Spiel ging am Freitag im Geburtsland der Pokémon-Monster an den Start. Zuvor war die App bereits in gut 30 anderen Ländern veröffentlicht worden und hatte einen Ansturm ausgelöst.

Auf der Jagd nach den Figuren sind die Spieler dabei häufig so in das Spiel vertieft, dass sie von ihrem Umfeld kaum etwas wahrnehmen. Angesichts von Berichten aus dem Ausland, wo es bereits mehrere Unfälle mit unaufmerksamen Pokémon-Spielern gab, startete die japanische Regierung kurz vor der Veröffentlichung eine Kampagne, um die Bevölkerung zu erhöhter Vorsicht und gutem Benehmen aufzurufen. "Wenn man sich ansieht, was in Übersee passiert ist, sollten die Leute ihre Smartphones sicher benutzen", sagte Regierungssprecher Yoshihide Suga. In der Hauptstadt Tokio rief die besorgte Polizei die Bürger auf, ihre Smartphones nicht beim Gehen zu nutzen.

Doch kaum ist das Spiel im eigenen Land angekommen, konnten sich die ohnehin spieleverrückten Fans kaum zurückhalten. In der Stadt Akita im hohen Norden des fernöstlichen Inselreiches versteckte sich ein Oberschüler vor seinen Lehrern, um ungestört Pokémon Go zu spielen. "Ich bin schon seit meiner Grundschulzeit Pokémon-Fan", erzählte der Schwänzer einem Reporter. In der südwestlichen Stadt Fukuoka wurde ein 18-Jähriger Pokémon-Spieler um Haaresbreite von einem Auto erfasst, wie Kyodo berichtete. In der Millionen-Stadt Osaka fiel ein Oberschüler beim Spielen eine Treppe hinunter.

Japans Bahngesellschaften forderten die Zuggäste eindringlich auf, die App nicht zu benutzen, während sie auf dem Bahnsteig auf einen Zug warten. Generell solle niemand Smartphones benutzen, während er auf dem Bahnsteig gehe, das habe man immer wieder erklärt, hieß es.

Quelle: Apa/Dpa

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