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Politiker in Uganda: Kurvige Frauen um Tourismus anzukurbeln

In Uganda hat der stellvertretende Tourismusminister vorgeschlagen, mit kurvigen Frauen den Tourismus anzukurbeln - und damit große Empörung hervorgerufen. Uganda habe "von der Natur reich beschenkte Frauen", und man könne dieses Geschenk nutzen, um den Tourismus anzukurbeln, so Godfrey Kiwanda am Donnerstag. Damit bezog er sich auf einen neuen Schönheitswettbewerb, den er zuvor vorgestellt hatte.

Der "Miss Curvy Uganda Beauty Contest" soll im Juni stattfinden. Der geplante Wettbewerb und die Kommentare lösten scharfe Kritik aus. "Die Körper von Frauen sind keine Objekte, die zum Vergnügen von Männern zur Schau gestellt werden können", teilte ein Netzwerk an Frauenrechtsgruppen mit. Dieses forderte die Regierung auf, die Pläne zu streichen. Die Vizepräsidentin des Verbandes ugandischer Ärztinnen, Catherine Ndekera, kritisierte, mit diesem Wettbewerb werde "die Sexualität von Frauen für den Handel benutzt".

Kiwanda verteidigte das Vorhaben und erklärte, man habe das Konzept missverstanden. Traditionelle Schönheitswettbewerbe hätten stets nur schlanke Frauen ausgesucht, doch hier gehe es um schlanke und rundlichere Frauen. "Die Natur von Afrikanern ist einzigartig und wir haben attraktive Körper."

Das ostafrikanische Land kam in der Vergangenheit immer wieder in die Schlagzeilen, etwa weil Staatsbeamtinnen das Tragen von kurzen Röcken und Kleidung mit Dekollete verboten wurde.

Quelle: Apa/Dpa

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