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Polizei fand zehn Tote in mexikanischem Haus

Die mexikanische Polizei hat in einem Haus und auf einem Grundstück in der Stadt Guadalajara insgesamt zehn Leichen gefunden. Die Ermittler gehen von einer Auseinandersetzung zwischen Drogenbanden aus. Der Gouverneur des Bundesstaates Jalisco, Aristoteles Sandoval, sagte am Mittwoch, mehrere Verdächtige seien festgenommen worden. Nähere Angaben machte er nicht.

Ein Nachbar im südlichen Stadtteil Villa Fontana Aqua habe am Dienstag Blutspuren im Eingangsbereich des Hauses entdeckt, teilte die Polizei mit. Drei Tote mit Schussverletzungen seien im Inneren des Hauses gefunden worden, wie Behördenvertreter sagten. Mit Hilfe von Spürhunden seien kurz darauf vier weitere Leichen - drei Männer und eine Frau - gefunden worden, die im Hof vergraben gewesen seien. Am Mittwoch wurden dann drei weitere getötete Männer entdeckt, deren Hände gefesselt gewesen seien.

In Mexiko liefern sich rivalisierende Banden einen Krieg um die Vorherrschaft über den Drogenhandel. Seit 2006 wurden im mexikanischen Drogenkrieg mehr als 200.000 Menschen ermordet. 2006 startete die Regierung einen Feldzug unter Einsatz der Armee gegen die Drogenkartelle. Kritiker machen den Einsatz maßgeblich für den Anstieg der Morde verantwortlich.

Der Bundesstaat Jalisco ist eine der Hochburgen der Drogenbanden. Dort ist eines der mächtigsten Drogenkartelle Mexikos ansässig: Das Kartell Jalisco Nueva Generacion ist in neun der 31 mexikanischen Bundesstaaten stark verankert und unterhält Verbindungen zu kriminellen Organisationen in anderen lateinamerikanischen Ländern sowie in den USA, Europa und Asien.

Quelle: Apa/Ag.

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