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Protest gegen Touristen-Drehkreuze in Venedig

In Venedig haben linksorientierte Aktivisten gegen die Aufstellung von Drehkreuzen protestiert, die an diesem Wochenende den Touristenansturm regeln sollen. "Venedig ist kein Disneyland, das vor Horden neuer Barbaren geschützt werden muss", erklärten die Demonstranten. Die Aktivisten kritisierten den Stadtrat, der "mit lächerlichen Lösungen" auf den Massentourismus reagiere.

Der Stadtrat will die Touristenströme regeln SN/APA (AFP)/MIGUEL MEDINA
Der Stadtrat will die Touristenströme regeln

Gleichzeitig würde der Stadtrat nichts gegen die Abwanderung der Einwohner und gegen die "soziale Verarmung" der Stadt unternehmen, wie italienische Medien berichteten. Bürgermeister Luigi Brugnaro hatte angesichts des starken Touristenandrangs am 1. März die Drehkreuze getestet. Auch an diesem Wochenende wurde wegen des starken Besucherandrangs mit diesem System der Zugang der Touristen zu den beliebtesten Orten der Lagunenstadt geregelt.

An diesem Wochenende hat die Polizei die Möglichkeit, Touristen an mehreren Stellen der Stadt den Zugang zu versperren und sie auf andere Wege zu leiten. Dafür wurden an der Ponte della Costituzione, einer Brücke über den Canal Grande, sowie nahe dem Bahnhof Santa Lucia Drehkreuze eingerichtet. Die Brücke zwischen der Lagunenstadt und dem Festland könnte für einen Teil des Verkehrs gesperrt werden. Die Maßnahmen könnten auch auf Touristenboote ausgedehnt werden: Bei zu großem Andrang ist das Anlegen vor dem Markusplatz tabu.

Quelle: APA

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