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Rauschgift in Gefängnisse gebracht: Drohnen-Bande gefasst

In England ist eine Bande aufgeflogen, die auf Drohnen Rauschgift in großem Stil in Gefängnisse geschmuggelt hat. Die 15 Mitglieder sollen für mindestens 55 Lieferungen zu Anstalten unter anderem in Birmingham, Wolverhampton und Liverpool verantwortlich sein, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Der Gesamtwert der Drogen - darunter Cannabis, Amphetamine, Crack und Heroin - liegt demnach bei umgerechnet rund 620.000 Euro. Auch Steroide, Mobiltelefone und SIM-Karten seien per illegaler Luftpost ins Gefängnis gebracht worden, berichtete die Polizei.

Es sei einer der größten Fälle dieser Art in Großbritannien. Der Bande sei es über 14 Monate hinweg gelungen, Portionen von einem Kilo oder 1,5 Kilo über Gefängnismauern schweben zu lassen. Elf Drohnen stürzten ab und wurden vor ihrem Abheben von der Polizei sichergestellt. In der Zelle von einem der Verdächtigen fanden Beamte bei einer Durchsuchung Drogen im Wert von mehr als 20.000 Euro. Hinter Knastmauern erbringe Rauschgift Dealern das Vierfache des normalen Straßenverkaufswertes.

Veraltete und überfüllte Gefängnisse sind in Großbritannien ein großes Problem. Beklagt werden auch schlechtes Essen, Hygienemängel und fehlendes Personal. In den vergangenen Jahren hatte es wegen der prekären Zustände wiederholt Häftlingsrevolten gegeben.

Quelle: Apa/Dpa

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