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Rettungsarbeiten in Nepal vor Abschluss

Nach der Bergung von mehr als 400 eingeschneiten Wanderern im Himalaya packen die Rettungskräfte in Nepal ihre Sachen zusammen.

Rettungsarbeiten in Nepal vor Abschluss SN/APA (epa/Nepalese Army)/NEPALESE
Der Schneesturm in Nepal forderte 40 Todesopfer.

"Wir haben jetzt fast alles abgeschlossen", sagte Innenministeriumssprecher Yadav Koirala am Montag in Kathmandu. Unterdessen wurde die Leiche einer Israelin gefunden. Damit stieg die Zahl der Toten durch den Schneesturm auf 40, darunter sind viele Touristen.

Der Blizzard war vor knapp einer Woche über das Himalaya-Land hinweggefegt und hatte teils meterhohen Schnee sowie Kälte gebracht. "Wir haben alle gerettet, die überlebt haben", sagte Innenministeriumssprecher Yadav. Allerdings hätten noch nicht alle Toten geborgen werden können. Laut Yadav liegen im Gebiet Naar derzeit noch die Leichen von acht Nepalesen - der Helikopter habe dort bei Schneehöhen von bis zu zehn Metern nicht landen können.

Nach Angaben des Verbandes der Trekkingagenturen in Nepal (TAAN) sind alle Wanderwege geöffnet, auch der Annapurna-Rundweg. Dort waren bei dem Schneesturm die meisten Menschen ums Leben gekommen. "Bis jetzt wurde keine Trekkingroute geschlossen", sagte TAAN-Präsident Ramesh Dhamala. Tagelang hatte Unklarheit darüber geherrscht, ob der Annapurna-Rundweg wegen der Tragödie für Wanderer geöffnet ist.

Mehrere Wandergruppen waren am vergangenen Dienstag von dem plötzlichen Schneesturm überrascht worden. Mehr als 500 Menschen - darunter drei Österreicher - konnten gerettet werden, Hunderte weitere schafften es ohne Hilfe zurück ins Tal. Für 40 Menschen jedoch kam nach einer Zählung des Trekking-Verbands jede Hilfe zu spät.

Nach Angaben von Experten hätte die jüngste Katastrophe durch bessere vorbeugende Maßnahmen vermieden werden können. "Das war ein Weckruf", sagte der Sprecher des nepalesischen Fremdenverkehrsbüros, Sharad Pradhan. Nötig seien genauere Wetterwarnungen sowie ein Netz von Schutzhütten für gestrandete Trekker. Doch müssten sich auch Touristen darüber im Klaren sein, dass sie nicht so einfach und ohne größere Vorbereitung "4.000, 5.000 Meter Höhe überwinden können". "Hätten sie ausgebildete und erfahrene Bergführer dabei gehabt, hätte es weniger Opfer gegeben", sagte er.

Quelle: Apa/Dpa/Ag.

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