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Richter in Weißrussland verurteilten Mann zum Tode

Die Justiz in der autoritär regierten Ex-Sowjetrepublik Weißrussland hat nach Angaben von Menschenrechtlern einen Mörder zum Tode verurteilt. Der 50-Jährige solle zwei Pensionistinnen getötet haben, teilte das weißrussische Menschenrechtszentrum Wjasna am Dienstagabend mit.

Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko SN/APA (AFP)/VASILY FEDOSENKO
Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko

Zu der Tat soll es demnach Ende vergangenen Jahres gekommen sein. Der Verurteilte habe auch Geld und Wein der Frauen gestohlen, zitierten die Menschenrechtler die Angaben von Ermittlern.

Die EU verurteilte die Entscheidung des Bezirksgerichts. "Die Todesstrafe dient nicht als Abschreckung vor Straftaten, und Fehler können nicht mehr rückgängig gemacht werden", teilte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini mit. Die Todesstrafe sei eine grausame, unmenschliche und erniedrigende Bestrafung.

Weißrussland ist der letzte Staat in Europa, der noch die Todesstrafe vollstreckt. Erst Mitte Juni hatten Menschenrechtler berichtet, dass mindestens ein Todesurteil in dem Land vollstreckt worden sei. Weißrussland tötet die Verurteilten per Genickschuss. Westliche Staaten und internationale Organisationen kritisieren die Führung um den Präsidenten Alexander Lukaschenko immer wieder dafür.

Quelle: Apa/Dpa

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