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Schärfere Grenzwerte für Luftschadstoffe in der EU ab 2017

Für fünf Luftschadstoffe sollen ab 2017 in der EU schärfere Grenzwerte gelten, um gefährliche Erkrankungen einzudämmen.

Schärfere Grenzwerte für Luftschadstoffe in der EU ab 2017 SN/APA (dpa)/Patrick Pleul
EU legt jährliche Obergrenzen für Mitgliedsländer fest.

Die Mitgliedstaaten billigten den schon seit 2013 debattierten Plan am Donnerstag in letzter Instanz. Die EU verspricht sich davon dramatische Fortschritte für die Gesundheit der Bürger: Bis 2030 soll die Zahl der Todesfälle durch Luftverschmutzung von 2005 halbiert werden.

Es geht um Feinstaub sowie um Schwefeldioxid, Stickoxide, flüchtige organische Verbindungen und Ammoniak. Die EU-Richtlinie setzt für jedes Mitgliedsland jährliche Obergrenzen, die nicht überschritten werden dürfen.

Für die Jahre 2020 bis 2029 entsprechen diese Grenzen den Werten, die die Länder ohnehin im sogenannten Göteborg-Protokoll akzeptiert haben. Aber für die Jahre danach werden die Ziele nun verschärft, wie der Europäische Rat mitteilte.

Die Europäische Umweltagentur hatte im November geschätzt, dass jedes Jahr 467.000 Menschen wegen der Luftverschmutzung vorzeitig sterben. Feinstaubpartikel können Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma und Lungenkrebs verursachen oder verschlimmern. Die gebilligte EU-Richtlinie soll nun im EU-Gesetzblatt veröffentlicht werden und dann mit 31. Dezember in Kraft treten.

Quelle: Apa/Dpa

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