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Schon 38 Opfer nach Brand in Jugendheim in Guatemala

Die Zahl der Toten bei einem Brand in einem Kinder- und Jugendheim in Guatemala ist auf 38 gestiegen. Eine der Verletzten starb im Krankenhaus, wie die Zeitung "Prensa Libre" am Samstag berichtete. Weitere neun Mädchen und junge Frauen werden noch im Hospital behandelt. Vier von ihnen befinden sich in kritischem Zustand.

Trauer um die Opfer.  SN/APA (AFP)/JOHAN ORDONEZ
Trauer um die Opfer.

Randalierende Jugendliche hatten am Mittwoch in dem Heim in der Ortschaft San Jose Pinula nahe Guatemala-Stadt Matratzen in Brand gesteckt. Das Feuer griff schnell auf den Rest des Anwesens über. Zuvor waren über 60 Jugendliche aus der Einrichtung getürmt. Sie wurden nach Medienberichten zum Teil wieder aufgegriffen und in ihren Zimmern eingeschlossen. Als sich das Feuer ausbreitete, konnten sie nicht fliehen und erstickten oder verbrannten. Guatemalas Präsident Jimmy Morales erklärte am Freitag in einem Interview mit dem Sender CNN, dass der Staat für die Tragödie mitverantwortlich sei.

Der für das Heim zuständige Staatssekretär für Wohlfahrt Carlos Rodas reichte seinen Rücktritt ein. In dem Heim lebten 748 Mädchen und junge Frauen, obwohl die Kapazität auf 400 Menschen begrenzt war. Die Menschenrechts-Staatsanwaltschaft Guatemalas hatte wiederholt die Missstände in dem Heim angeprangert.

Quelle: Apa/Dpa

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