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Schon mehr als 30 Tote nach Dammbruch in Laos

Zwei Wochen nach dem Dammbruch im südostasiatischen Laos ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 30 gestiegen. Nach der Entdeckung weiterer Leichen gebe es mittlerweile 31 Tote, sagte der Vize-Gouverneur der südlichen Provinz Attapeu, Ounla Xayasith, am Sonntag vor Journalisten. Außerdem würden weiterhin 130 Menschen vermisst.

Der Dammbruch hatte sieben Dörfer überflutet SN/APA (AFP)/NHAC NGUYEN
Der Dammbruch hatte sieben Dörfer überflutet

Der Staudamm eines im Bau befindlichen Wasserkraftwerks war am 23. Juli nach heftigen Monsun-Regen gebrochen, so dass fünf Milliarden Kubikmeter Wasser sieben nahegelegene Dörfer überfluteten. Die Behörden und Staatsmedien des autoritär regierten und international weitgehend isolierten Landes machten in den folgenden Tagen widersprüchliche Angaben zur Zahl der Todesopfer und Vermissten. Tausende Familien waren von den Überschwemmungen betroffen. Viele warteten auf den Dächern ihrer Häuser auf Hilfe.

Die Rettungsbemühungen wurden dadurch erschwert, dass Laos auf solche Großeinsätze nicht vorbereitet ist und die Infrastruktur in dem betroffenen Gebiet schon vor dem Dammbruch schlecht war. Die Staatsmedien des kommunistischen Landes zeigten in den vergangenen Tagen Bilder von Rettungskräften, die knietief durch Schlamm waten und von Menschen, die sich in weiterhin überschwemmten Gebieten mit Booten fortbewegen.

Der Staudamm an einem Nebenfluss des Mekong unweit der Grenze zu Kambodscha war von einem Konsortium aus laotischen, südkoreanischen und thailändischen Firmen gebaut worden. Für das Vorhaben wurden 1,2 Milliarden Dollar (1,04 Mrd. Euro) veranschlagt. Laos treibt den Ausbau von Wasserkraftwerken voran, um den Großteil der erzeugten Energie an Nachbarländer wie Thailand zu exportieren.

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