International

Schutz für Harry und Meghan: Die Kosten schrecken Kanada

Sicherheitsmaßnahmen für das royale Paar werden auf etwa eine Million Euro pro Jahr geschätzt. Die Regierung dementiert, dass sie der Queen zugesagt habe, diese Summe zu zahlen.

Sie wollen nun in Kanada leben. SN/APA/AFP/DANIEL LEAL-OLIVAS
Sie wollen nun in Kanada leben.

Nach der Entscheidung des britischen Prinzen Harry und seiner Frau Meghan, künftig einen Teil ihrer Zeit in Kanada zu verbringen, muss die kanadische Regierung entscheiden, ob sie den Schutz des prominenten Paares übernimmt. "Ich denke, das ist Teil der Überlegungen, die nötig sind, und dazu laufen Gespräche", sagte Premierminister Justin Trudeau dem kanadischen Fernsehsender Global.

Noch ist völlig offen, ob Kanada die Kosten für die Schutzmaßnahmen für Harry und Meghan übernimmt. Grundsätzlich unterstützten die Kanadier es aber sehr, dass das Paar teils in ihrem Land leben wolle. Zuvor hatte der kanadische Finanzminister Bill Morneau britische Presseberichte zurückgewiesen, wonach Trudeau der britischen Königin Elizabeth II. zugesagt habe, dass Kanada die Sicherheitskosten für Harry und Meghan übernehmen könne. "Wir haben keine Zeit damit verbracht, über dieses Thema nachzudenken", sagte Morneau. Als Mitglied des von der Queen angeführten Commonwealth wolle Kanada allerdings "eine Rolle spielen". Für das Commonwealth-Mitglied Kanada ist die Queen Staatsoberhaupt.

Das Commonwealth of Nations ist eine lose Verbindung souveräner Staaten, die in erster Linie vom Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland und dessen ehemaligen Kolonien gebildet wird. Die Gründung geht auf das Jahr 1931 zurück. 53 Länder sind derzeit Mitglieder.

Kanadischen Medien zufolge dürfte der Schutz von Harry, Meghan und ihrem Sohn Archie jährlich rund 1,7 Millionen Kanadische Dollar (eine Million Euro) kosten. Den britischen Medienberichten zufolge will sich Kanada mit umgerechnet 584.000 Euro pro Jahr daran beteiligen. Bei den bisherigen Besuchen von Mitgliedern des britischen Königshauses haben sich traditionell immer auch die kanadischen Steuerzahler an den Kosten der Sicherheitsmaßnahmen beteiligt. Harry und Meghan hatten am vergangenen Mittwoch überraschend verkündet, dass sie sich weitgehend von ihren royalen Verpflichtungen zurückziehen und unabhängiger leben wollten.

Am Montag fand dazu ein Krisengipfel der britischen Königsfamilie auf dem Landsitz Sandringham statt. Die Queen erklärte anschließend, sie unterstütze "voll und ganz" den Wunsch des Paares, "ein neues Leben als junge Familie aufzubauen". Sie verwies aber auf die Klärung "komplexer" Fragen in den kommenden Tagen. Bei der Zusammenkunft der Royals wurde Harry und Meghan von der Queen vorerst eine "Übergangsperiode" gewährt, in der sie in Großbritannien und Kanada leben dürfen. Vor ihrer Ehe mit Harry hatte Meghan als US-Schauspielerin eine Weile in Kanada gelebt. Inzwischen ist auch bekannt, wie Meghan und bald auch Harry in Kanada leben werden.

Das US-Portal "Eonline" berichtet, dass sich Meghan derzeit in der Villa Mille Fleur auf Vancouver Island aufhält, in der die Familie auch Weihnachten verbrachte. Das Anwesen soll auf Vermittlung des befreundeten Musik-Moguls David Foster zur Verfügung gestellt worden sein. Die Villa ist von Wald umgeben und verfügt über einen Zugang zum See.

Quelle: SN,apa

Aufgerufen am 22.01.2020 um 08:28 auf https://www.sn.at/panorama/international/schutz-fuer-harry-und-meghan-die-kosten-schrecken-kanada-82003840

Kommentare

Schlagzeilen