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Schwerer Waldbrand nahe Athen unter Kontrolle

Die Feuerwehr hat einen großen Waldbrand nahe der Hauptstadt Athen unter Kontrolle gebracht. "Verletzt wurde niemand. Es sind aber zwei Häuser zerstört worden" sagte der stellvertretende Gouverneur der Region, Petros Filippou. Das Feuer mit bis zu 20 Meter hohen Flammen war gegen 03.00 Uhr (MESZ) in dem östlich von Athen gelegenen Vorort Peania ausgebrochen.

Das Feuer wütete mit bis zu 20 Meter hohen Flammen SN/APA (AFP)/ANGELOS TZORTZINIS
Das Feuer wütete mit bis zu 20 Meter hohen Flammen

Mehr als 130 Feuerwehrleute sowie mehrere Löschflugzeuge waren laut griechischen Zivilschutzbehörden im Einsatz, um ein Übergreifen der Flammen auf nahegelegene dicht besiedelte Gebiete zu verhindern. Die Polizei räumte die Umgebung und sperrte Straßen. Es bestand die Gefahr, dass das Feuer wieder aufflammen könnte, da in der Region starke Winde wehten, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Vorübergehend wurden einige Häuser evakuiert. Verletzt wurde niemand.

Insgesamt seien in den vergangenen 72 Stunden 183 Wald- und Buschbrände in ganz Griechenland ausgebrochen, teilte Bürgerschutzminister Michalis Chrysochoidis bei einer Pressekonferenz in Athen mit. "Wir haben schwierige Tage erlebt", sagte der Minister. Die Lage sei nun besser, fügte er hinzu. Bereits am Sonntag hatte ein Buschbrand weite Teile der beliebten Ferieninsel Elafonisos südlich der Halbinsel Peloponnes zerstört. Vorübergehend mussten ein Campingplatz und ein Dorf evakuiert werden. Auch in Nord- und Mittelgriechenland musste die Feuerwehr ausrücken, um Brände zu löschen. Von 15. Juli bis Montag waren im ganzen Land nach Angaben des Bürgerschutzministers 1.300 Brände ausgebrochen.

Beim Brand östlich Athens waren aus allen Gebieten der griechischen Hauptstadt Rauchschwaden zu sehen. Mit dem ersten Tageslicht konnten fünf Löschflugzeuge und fünf Löschhubschrauber eingesetzt werden. Außerdem seien Hunderte Feuerwehrleute im Einsatz, teilte die Feuerwehr mit. In Griechenland herrscht seit Tagen nach langer Dürre und wegen starker Winde höchste Brand-Alarmstufe. Vergangenes Jahr waren bei schweren Bränden mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen.

Quelle: Apa/Ag.

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