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Sieben Tote bei versuchtem Gefängnisausbruch in Sierra Leone

Bei einem versuchten Gefängnisausbruch in Sierra Leone sind sieben Menschen gestorben. Zwei Wachleute und fünf Insassen des Gefängnisses in der Hauptstadt Freetown seien getötet worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Vorfall ereignete sich wenige Tage, nachdem die Behörden einen Coronavirus-Infektionsfall in dem Gefängnis bestätigt hatten.

Nach Polizeiangaben stand das Pademba-Road-Gefängnis am Mittwoch in der Früh in Flammen. Die Regierung von Sierra Leone verurteilte den "versuchten Gefängnisausbruch" scharf. Es handle sich um einen Versuch, die Staatssicherheit zu untergraben, hieß es. Es sei eine Untersuchung eingeleitet worden.

Am Montag hatte die Regierung bekannt gegeben, dass ein erst kürzlich ins Gefängnis gekommener Insasse positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden sei. In dem westafrikanischen Land wurden insgesamt 116 Infektionsfälle registriert, mindestens vier Menschen starben an den Folgen der Infektion.

Das Pademba-Road-Gefängnis ist - wie viele Haftanstalten in Sierra Leone - stark überfüllt. In der für 300 Insassen ausgelegten Einrichtung sind mehr als tausend Menschen untergebracht. Menschenrechtsorganisationen riefen die Regierung angesichts der Pandemie zur Freilassung solcher Insassen auf, die wegen weniger schwerwiegender Verbrechen verurteilt worden waren.

Quelle: Apa/Ag.

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