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Situation an Staudamm in Kalifornien entspannt sich

Die kritische Lage am riesigen Staudamm des Oroville-Sees in Nordkalifornien hat sich Montagfrüh (Ortszeit) leicht entspannt. Nach Mitteilung der Behörden konnte der unkontrollierte Abfluss von Wassermassen an einem beschädigten Kanal aufgehalten werden. Nach wochenlangem Regen sind die Wasserreservoire im Westküstenstaat Kalifornien prall gefüllt.

Am Lake Oroville war am Sonntagabend in mehreren Bezirken sogar der Notstand ausgerufen worden. Zehntausende Einwohner nahe dem riesigen Stausee waren aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen. Für andere galt die Anweisung, im Notfall für eine schnelle Evakuierung bereitzustehen.

Die heftigen Regenfälle in diesem Winter hätten "zu viel des Guten" gebracht, sagte Nancy Albrecht, eine Deutschlehrerin aus Yuba City, der Deutschen Presse-Agentur. Nach einer jahrelangen Dürre, in denen die Menschen Wasser rationieren mussten, kommt es in dem Westküstenstaat nun vielerorts zu Überschwemmungen, Flüsse treten über die Ufer, Straßen und Dämme werden beschädigt. 

Der Oroville-Staudamm dient der Stromgewinnung. Die 235 Meter hohe und rund 2.300 Meter lange Anlage liegt etwa 125 Kilometer nördlich der Hauptstadt Sacramento. Der hohe Damm selbst war nicht gefährdet, doch ein durch Erosion beschädigter Abflusskanal, der nur im Notfall genutzt wird, war vom Kollaps bedroht. Beim Einbruch des Seitenkanals könnte eine Flutwelle weite Teile der Region rund um den See treffen.

Teile des sonst dürregeplagte Kaliforniens wurden in den zurückliegenden Tagen von heftigem Regen überrascht. Bewohner mussten aus ihren Häusern gerettet werden, nachdem der Fluss San Lorenzo über die Ufer getreten war. In dem US-Staat war fünf Jahre lang zu wenig Regen gefallen. 2014 wurde sogar ein Dürre-Notstand ausgerufen.

Quelle: Apa/Dpa

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