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Sojus-Rakete brachte russischen Militärsatelliten ins All

Zwei Wochen nach dem Fehlstart einer Sojus-Rakete hat Russland ohne Zwischenfälle einen Militärsatelliten ins All geschickt. Die Sojus-Trägerrakete sei am Donnerstag erfolgreich vom Weltraumbahnhof Plessezk im Norden des Landes abgehoben, berichteten russische Medien unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Es sei der erste Start einer Sojus-Rakete nach der Panne.

Alles sei nach Plan verlaufen. Der Start erfolgte demnach um 2.15 Uhr MESZ. Start und Flug der unbemannten Rakete mit dem Aufklärungssatelliten seien überwacht worden.

Mitte Oktober war es beim Flug einer Sojus-Trägerrakete zur Internationalen Raumstation ISS zu einem Unfall gekommen. Er passierte etwa zwei Minuten nach dem Start vom Weltraumgelände Baikonur in Kasachstan bei der Abtrennung der ersten von der zweiten Stufe. Die Trägerrakete könnte bei der Endmontage in Baikonur beschädigt worden sein, hatten russische Medien gemeldet. Die Raumfahrer Alexej Owtschinin (Russland) und Nick Hague (USA) überlebten dank des eingebauten Rettungssystems unverletzt.

Russland hatte nach dem Vorfall angekündigt, schnell wieder Raketen ins All zu bringen. Der nun erfolgte Start der Sojus-Rakete vom überwiegend militärisch genutzten Weltraumbahnhof Plessezk sollte nach früheren Angaben zeigen, dass Raketen dieser Baureihe keine grundsätzlichen Probleme haben. In diesem Jahr seien damit bereits drei Trägerrakete vom Typ Sojus-2 von Plessezk abgehoben.

Quelle: Apa/Dpa

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