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Sollecitos Entschädigungsforderung im Fall Knox abgelehnt

Der Italiener Raffaele Sollecito, der 2015 wie seine Ex-Freundin Amanda Knox endgültig vom Vorwurf des Mordes an der Studentin Meredith Kercher freigesprochen wurde, wird keine Entschädigung für die fast vier Jahre Haft erhalten, die er vor seinem Freispruch in einem toskanischen Gefängnis verbracht hat. Dies beschloss am Samstag ein Berufungsgericht in Florenz

Raffaele Sollecito. SN/AP
Raffaele Sollecito.

Das Gericht lehnte Sollecitos Entschädigungsforderung von 500.000 Euro ab, teilte seine Rechtsanwältin Giulia Bongiorno mit. Diese will jetzt Einspruch gegen den Gerichtsbeschluss einreichen. Der 32-jährige Sollecito erklärte sich auf seiner Facebook-Seite wegen des Urteils verbittert. Eine Entschädigung wäre nach all diesen Jahren als Unschuldiger in Haft sein "hochheiliges Recht" gewesen.

Knox und Sollecito war vorgeworfen worden, Kercher, deren Leiche Ende 2007 halb nackt in ihrem Schlafzimmer in Perugia entdeckt worden war, getötet zu haben. Der Fall hatte weltweit Aufsehen erregt. Sollecito und Knox wurden 2009 zu langen Haftstrafen verurteilt, dann aber 2011 freigesprochen. Knox kehrte in die USA zurück. Der Fall ging durch weitere Instanzen, beide wurden erneut verurteilt, das oberste Gericht Italiens sprach sie aber im März 2015 endgültig frei.

Als einziger Beschuldigter in der Causa ist ein Mann aus der Elfenbeinküste in Haft, der in einem separaten Verfahren nach einem Teilgeständnis rechtskräftig verurteilt wurde. Der Drogendealer Rudy Guede, dessen DNA am Tatort gefunden wurde, muss 16 Jahre absitzen. Den Ermittlern zufolge wiesen die Stichverletzungen stark darauf hin, dass es mehr als einen Täter gab.

Quelle: APA

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