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Strenges Winterwetter in Afghanistan - 27 Kinder gestorben

Durch heftigen Schneefall und Eiseskälte sind im Norden Afghanistans 27 Kinder ums Leben gekommen. Die Kinder seien in den vergangenen drei Tagen gestorben und alle jünger als fünf Jahre gewesen, sagte Rahmatullah Haschar, der Gouverneur des Bezirks Darsaab (Provinz Dschawsdschan) am Donnerstag. In der Kaschmir-Region in Indien wurden am Mittwoch mindestens elf Menschen durch Lawinen getötet.

Die entlegene Region in Afghanistan sei wegen des Schnees weiterhin von medizinischer Hilfe abgeschnitten, berichtete der Bezirksgouverneur. Daher könne die Zahl der Todesopfer noch steigen. In Afghanistan sterben jeden Winter zahlreiche Menschen durch starken Schneefall und Lawinen. 2015 waren durch Lawinen landesweit etwa 300 Menschen ums Leben gekommen. Bei Rettungseinsätzen nach derartigen Katastrophen fehlt es in Afghanistan oft an geeignetem Gerät.

In der indischen Kaschmir-Region ereignete sich am Mittwoch ein Lawinenunglück, bei dem ein Armeestützpunkt sowie eine Patrouille verschüttet wurden. Dabei seien sechs indische Soldaten ums Leben gekommen, teilte die Armee am Donnerstag mit. Mehrere Soldaten würden noch vermisst.

Ebenfalls am Mittwoch wurden vier Mitglieder einer Familie sowie ein Soldat durch Lawinen getötet. In der Kaschmir-Region herrscht derzeit der strengste Winter seit Jahrzehnten. Meteorologen sagten für die kommenden Tage weiteren Schneefall voraus.

Quelle: Apa/Ag.

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