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Tausende protestierten gegen Stierkampf-Verbot in Südindien

Mehrere tausend Menschen haben in Südindien gegen das Verbot des traditionellen Stierkampfs Jallikattu demonstriert. In Chennai, der Hauptstadt des südindischen Bundesstaats Tamil Nadu, demonstrierten am Dienstagabend und Mittwoch rund 4.000 Menschen. Auch in den Städten Coimbatore und Madurai gab es Proteste.

Beim Jallikattu muss man den Stier bei den Hörnern packen.  SN/APA (AFP)/ARUN SANKAR
Beim Jallikattu muss man den Stier bei den Hörnern packen.

Jallikattu wird in Südindien seit Jahrhunderten rund um das Erntefest Pongal im Jänner praktiziert. Dabei werden Stieren Preise, meistens Bündel mit Münzen, an die Hörner gebunden. Die teilnehmenden Männer versuchen dann, die Stiere zu Boden zu ringen, um an die Preise zu gelangen. Dabei sterben regelmäßig Menschen, auch Tiere werden häufig verletzt. Tierschützer kritisieren zudem, dass die Stiere häufig mit Alkohol oder scharfen Gewürzen zusätzlich gereizt werden.

Seit dem Jahr 2014 ist Jallikattu wegen einer Entscheidung des Obersten indischen Gerichts verboten. Im vergangenen Jahr versuchte das Umweltministerium in Neu Delhi, die Sperre aufzuheben, scheiterte jedoch erneut am Obersten Gericht.

Quelle: Apa/Dpa

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