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Tausendsassa an den Reglern: Musiker und Produzent Thomas Rabitsch wird 60

Wer in den vergangenen vier Jahrzehnten österreichische Musik gehört hat, der hat auch seine Arbeit gehört: Musiker und Produzent Thomas Rabitsch saß seit 1980 bei unzähligen heimischen Musikerzeugnissen hinter den Reglern. Von Drahdiwaberl bis Conchita, von Piccanto bis Falco reicht die Auswahl an Bands und Künstlern, die auf seine Dienste gesetzt haben. Am 19. November wird der Tausendsassa 60.

Tausendsassa an den Reglern: Musiker und Produzent Thomas Rabitsch wird 60 SN/haraldchristian (own work) [cc by-sa 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via wikimedia commons
Musiker und Produzent Thomas Rabitsch.

Seine Karriere hat der gebürtige Wiener in den 70er Jahren bei der Hallucination Company gestartet, deren Gründungsmitglied er war. Aber auch bei Drahdiwaberl war er aktiv und produzierte beinahe alle Alben der exzentrischen Formation um Stefan Weber. Dort lernte Rabitsch auch einen künftigen österreichischen Popstar von Weltformat kennen: Falco. Für ihn fungierte er bald als Keyboarder und Bandleader. Die Zusammenarbeit sollte mehr als 20 Jahre dauern.

Reduzieren auf einen bestimmten Stil ließ sich Rabitsch nie, sondern legte als Produzent und Komponist eine ordentliche Bandbreite an den Tag: Da gehört das Drahdiwaberl-Debüt "Psychoterror" (1981) ebenso dazu wie Hansi Langs "Ich oder Du" (1985), findet sich in seiner langen Liste an Zusammenarbeiten Gitarreninstitution Harri Stojka ebenso wie Gangsta-Rapper Nazar. In den vergangenen Jahren war Rabitsch aber auch viel für TV-Formate tätig und hatte bei ORF-Shows wie "Starmania" oder "Dancing Stars" die musikalische Leitung inne. Auch für den Eurovision Song Contest hat Rabitsch bereits komponiert, und zwar Österreichs 2011er Beitrag "The Secret Is Love", der Nadine Beiler beim Wettbewerb in Düsseldorf den 18. Platz einbrachte.

Musikalische Umrahmungen steuerte Rabitsch auch für Theaterproduktionen wie "Romeo & Julia" oder "Winterreise" am Burgtheater sowie "Meilensteine der Philosophie" im Wiener Rabenhof Theater bei. Ganz in seinem Element war er naturgemäß auch bei "F@lco - A Cyber Show", die 2000 im Wiener Ronacher Premiere feierte und höchst erfolgreich lief. Und auch etliche Signations, Film- und Serienmusik sowie Remixes stammen aus der Feder des Produzenten, der erst vor kurzem mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien ausgezeichnet wurde. Laudator Markus Spiegel meinte zu diesem Anlass: "Selbst mit den schwierigsten Musikern kann er umgehen."

Insofern passt es nur zu gut ins Bild, wenn Rabitsch sagt: "Ich bin ja eher einer, der den ersten Platz jemandem anderen überlasst." Das beziehungsweise das richtige In-Szene-Setzen von musikalischen Kollegen liegt ihm in jedem Fall, wie er nun schon etliche Jahren unter Beweis stellt. Lohn dafür waren bisher auch zwei Amadeus Austrian Music Awards, die an Produktionen von Rabitsch gingen (2005 für die Falco-DVD "Live Donauinsel + Stadthalle Wien" sowie im Jahr darauf für das Album "This Is The Slow Club" von The Slow Club).

Quelle: APA

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