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Tote bei Absturz eines Rettungshubschraubers in Italiens Erdbebenzone

Neue Hiobsbotschaften für die Menschen in Italiens Erdbeben- und Unwetterregion: Ein Rettungshubschrauber verunglückt. Mehrere Menschen sterben.

Die Serie von Unglücken in Italiens Erdbebenregion reißt nicht ab: Nach Erdbeben, Lawinen und Schneefall ohne Ende sind beim Absturz eines Rettungshubschraubers in der Nähe eines Skigebiets in den Abruzzen sechs Menschen gestorben. Keiner der Insassen habe überlebt, sagte ein Feuerwehrsprecher. In der Gebirgsregion am Gran Sasso hatte nach einer Erdbebenserie vor einer Woche eine Lawine ein Hotel verschüttet. Dort wurden immer mehr Tote aus den Trümmern geborgen, am Dienstag stieg die Zahl auf 17. 12 Menschen wurden noch vermisst.

Der Hubschrauber sei in der Nähe des beliebten Skigebiets Campo Felice in eine mehrere Hundert Meter tiefe Schlucht gestürzt, so die Nachrichtenagenturen Ansa und ADN Kronos. An Bord sei neben den Rettern auch ein verletzter Skifahrer gewesen, der in ein Krankenhaus geflogen werden sollte. Die Rettung sei wegen dichten Nebels schwierig: "Wir haben einen Helikopter tief fliegen sehen und wir haben uns gefragt, wieso", sagte der Bürgermeister des nahen Ortes Lucoli, Gianluca Marrocchi, ADN Kronos. "Wenig später verschwand er im Nebel." Angeblich war auch ein Arzt, der an dem verschütteten Hotel im Einsatz gewesen sein soll, unter den Opfern.

Seit Tagen suchen Erdbeben, Schneefälle und schlechtes Wetter die Region heim. Vergangenen Mittwoch hatte eine Lawine das Hotel Rigopiano in der Gemeinde Farindola verschüttet. Die Retter suchen noch immer Tag und Nacht nach möglichen Überlebenden. Die Hoffnung schwindet, auch wenn die Einsatzkräfte am Montag drei Hundewelpen aus den Trümmern lebend gerettet hatten. "Wir werden nicht aufhören, bis wir sicher sind, dass keiner mehr (unter den Trümmern) ist", sagte Luigi D'Angelo vom Zivilschutz.

In den Tagen nach dem Lawinenabgang konnten neun Überlebende aus dem Gebäude gezogen werden, darunter vier Kinder. Zwei Menschen hatten das Unglück überlebt, weil sie bei dem Lawinenabgang vor dem Hotel waren.

Die Staatsanwaltschaft in Pescara ermittelt gegen Unbekannt wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung. Unter anderem muss geklärt werden, ob der Rettungseinsatz nur schleppend anlief und ob Notrufe ignoriert wurden. Auch stellt sich die Frage, ob das Hotel an dem Steilhang nach den heftigen Schneefällen in der Region nicht schon vorher hätte evakuiert werden müssen, und ob beim Bau alles mit rechten Dingen zuging.

Quelle: SNapa

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