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Tote und viele Entführungsopfer bei Zug-Überfall in Nigeria

Nach einem bewaffneten Überfall auf einen Zug im Norden Nigerias haben Behörden den Tod von acht Passagieren bestätigt. Mindestens 26 Menschen seien verletzt worden, sagte Samuel Aruwan, Staatsbeauftragter für Innere Sicherheit in Kaduna. Nach einem Bericht der Lokalzeitung "Leadership" seien zusätzlich etwa 30 Passagiere entführt worden, unter ihnen der Geschäftsführer der Nigeria Agrikultur-Bank, Kabir Adamu.

Am Montagabend hatten schwerbewaffnete Angreifer den Zug mit Hunderten Passagieren überfallen. Die Täter beschädigten die Gleise mit Sprengstoff und schossen anschließend auf den gestoppten Zug, der von der Hauptstadt Abuja auf dem Weg in die nordwestliche Stadt Kaduna fuhr. Der Verkehr wurde auf der Strecke vorübergehend eingestellt.

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Attacke auf den Zug sowie einen kurz zuvor erfolgten Angriff auf den Flughafen der Stadt Kaduna. Er sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und forderte die sofortige Freilassung der Verschleppten sowie eine Bestrafung der Täter.

Die Tat reklamierte bisher keine Gruppe für sich. Überfälle auf Dörfer und auf Landstraßen sowie Entführungen kommen im bevölkerungsreichsten Land Afrikas mit seinen mehr als 200 Millionen Einwohnern häufig vor. Dahinter stecken teils islamistische Terroristengruppen wie Boko Haram, teils kriminelle Banden.

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