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Touristen in Kenia von Flutwelle überrascht und getötet

Sieben Jahre nach einem ähnlichen Unglück ist erneut eine Touristen-Gruppe in einem kenianischen Wildreservat von einer Flutwelle überrascht und getötet worden. Mindestens sieben Leichen wurden geborgen, wie die Nationalparkbehörde KWS am Montag auf Twitter mitteilte. Das Wasser sei plötzlich "aus dem Nirgendwo" aus einer Schlucht hervorgeschossen, berichtete ein Überlebender am Montag.

Der Mann verlor bei dem Unglück am Sonntag seine Frau und weitere Familienangehörige. Unter den Opfern war auch ein örtlicher Reiseführer. In unbestätigten Berichten war von Kenianern sowie einem Ausländer unbekannter Nationalität die Rede. An der Suche waren zahlreiche Rettungskräfte sowie mindestens ein Helikopter beteiligt.

Die zwölfköpfige Gruppe war am Sonntag nach heftigen Regenfällen im engen Schluchtensystem des Hell's Gate National-Park in der Nakuru-Region unterwegs - er liegt knapp 100 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Nairobi. Seine spektakulär zerklüftete Landschaft inspirierte einst den Disney-Film "The Lion King".

Nach Angaben des Kenya Wildlife Service (KNS) wurde die Gruppe offenbar in einer der Schluchten von den Wassermassen überrascht. Ein Mitglied konnte sich laut Medienberichten retten und Alarm schlagen. Unmittelbar nach Bekanntwerden des Unglücks wurde der Park für Besucher geschlossen.

Die Behörde weist daraufhin, dass es seit einer ähnlichen Tragödie im Jahre 2012 mit sieben Toten klar gekennzeichnete Notausgänge aus dem Schluchtensystem gebe. Schluchten und Täler können sich bei ergiebigen Regenfällen nach längerer Trockenheit innerhalb kürzester Zeit in reißende Ströme verwandeln.

Quelle: Apa/Dpa/Ag.

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