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Tsunami-Warnung nach Erdbeben in Japan aufgehoben

Knapp sieben Stunden nach dem schweren Erdbeben hat die japanische Zivilschutzbehörde die Tsunami-Warnung für die Ostküste wieder aufgehoben. Die Gefahr durch Flutwellen infolge der Erdstöße bestehe nicht mehr. Das Beben hatte zuvor einen leichten Tsunami ausgelöst: An der Küste beim Katastrophenreaktor Fukushima erreichten die Wellen rund einen Meter Höhe.

Tsunami-Warnung nach Erdbeben in Japan aufgehoben SN/APA/AFP/TORU YAMANAKA
Die Wellen vor dem japanischen Katastrophenreaktor Fukushima erreichten diesmal nur eine Höhe von einem Meter.

Größere Schäden wurden zunächst nicht bekannt. In einer ersten Warnung war von der Gefahr durch drei Meter hohe Flutwellen die Rede gewesen. Die Bewohner der betroffenen Küstenabschnitte wurden aufgefordert, in höher gelegene Regionen zu fliehen. Das Epizentrum des Bebens lag unter dem Meeresboden vor Fukushima.

Die Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe am 11. März 2011, die 18.500 Menschen das Leben kostete, hatte im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi einen schweren Störfall ausgelöst. Das Kühlsystem fiel aus, woraufhin es in mehreren Reaktoren zur Kernschmelze kam. Die Umgebung wurde radioaktiv verseucht. Es war die folgenschwerste Atomkatastrophe seit dem Unglück in Tschernobyl 1986.

Japan erlebt in der Regel mehrere schwerere Erdbeben pro Jahr. Unter dem Inselstaat laufen vier Erdplatten zusammen, deren Reibung die Beben verursachen kann.

Quelle: Apa/Dpa/Ag.

Aufgerufen am 17.11.2018 um 02:00 auf https://www.sn.at/panorama/international/tsunami-warnung-nach-erdbeben-in-japan-aufgehoben-865726

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