International

UNO-Artenschutzkonferenz in Cancun zu Ende

Nach zweiwöchigen Verhandlungen ist im mexikanischen Cancun die UNO-Artenschutzkonferenz zu Ende gegangen. Regierungsvertreter, Umweltschützer und Wissenschafter aus aller Welt rangen am Samstagabend noch bis zur letzten Minute um konkrete Maßnahmen, um das Artensterben zu stoppen. Bei der Konferenz ging es auch um finanzielle Zusagen zur weltweiten Erhaltung von biologischer Vielfalt.

Es geht um den Erhalt der biologischen Vielfalt.  SN/APA (AFP)/ELIZABETH RUIZ
Es geht um den Erhalt der biologischen Vielfalt.

"Wir haben in vielen Bereichen einiges erreicht", sagte die deutsche Delegationsleiterin Elsa Nickel. Als Beispiel nannte sie die in Cancun beschlossene Gründung einer "Koalition der Willigen" zum Schutz von Bienen und anderen Insekten. Die Initiative, der auch Deutschland angehört, will die für die Ökosysteme unverzichtbaren Bestäuber besser etwa vor Pestiziden in der Landwirtschaft schützen.

Bei anderen Themen wie etwa dem Meeresschutz müsse dagegen noch nachverhandelt werden, sagte Delegationsleiterin Nickel. So müsse in den nächsten zwei Jahren festgelegt werden, welche Schutzgebiete auf hoher See und in nationalen Gewässern entstehen würden.

Die UNO-Artenschutzkonferenz findet alle zwei Jahre statt. 2010 hatten die Mitgliedsstaaten konkrete Artenschutz-Ziele bis 2020 beschlossen. So sollen 17 Prozent der Land- und 10 Prozent der Meeresflächen besser geschützt werden, um den Artenverlust zu stoppen.

Quelle: Apa/Dpa

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